Fortbildung in der Brandsimulationsanlage „Fire Dragon“

 

Am 25. und 27.01.2005 nahmen insgesamt 8 Atemschutzgeräteträger der Einsatzabteilung an einem Weiterbildungsseminar in einer mobilen Brandsimulationsanlage der Firma Dräger teil. Neben den jährlich zu absolvierenden Atemschutzstreckendurchgängen eine willkommene Abwechslung, zumal größere Brände heute eher selten sind und die Einsatzpraxis dementsprechend geringer wird.

Um jedoch möglichst gut auf kommende Ereignisse vorbereitet zu sein, hat das Land Hessen eine mobile Brandsimulationsanlage gemietet. Seit Anfang des Jahres fährt dieser LKW von Landkreis zu Landkreis. Auch im Landkreis Kassel machte der „Fire Dragon“, der Feuerdrache, für eine Woche halt. Vor allem die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren sollen hierdurch die Möglichkeit haben, unter realistischen Bedingungen üben und ihren Kenntnisstand erweitern zu können.wird.

Untergebracht ist die komplette Anlage in einem ca. 15m langen Sattelauflieger. Im vorderen Abschnitt befindet sich die Zentrale, von welcher aus die komplette Anlage gesteuert und das Vorgehen der Feuerwehrleute im Container überwacht wird. Im hinteren Bereich befindet sich eine Art Irrgang über mehre Etagen und ein Röhrensystem, welches schließlich in den Brennraum führt. Dort angekommen liegt ein Strahlrohr bereit. Wenige Sekunden nach Betreten des Raumes folgt die erste Durchzündung. Ein sogenannter Flash-Over, eine explosionsartige Durchzündung, frisst sich an der Decke entlang und erzeugt im Raum Temperaturen an die 120°C.

Unter der feuerfesten Einsatzbekleidung ist davon jedoch kaum etwas zu spüren. Möglichst nah am Boden, dort wo die Sichtverhältnisse noch relativ gut sind, verharrt man weiterer Dinge. Und schon folgt die nächste Zündung direkt hinter den Männern. Ein Fernsehgerät ist „explodiert“ und erzeugt eine ca. 2m hohe Stichflamme. Kurz darauf eine weitere Durchzündung in einer anderen Ecke. Die Männer haben gut zu tun und müssen sehr gut aufpassen, nicht von einem Flammenstoß erfasst zu werden. Doch unter all dem Trubel ist es wichtig, Ruhe zu bewahren.

Nach ungefähr 15 Minuten ist alles vorbei. In der anschließenden Nachbereitung bespricht man nochmals den Einsatz, erhält Lob und Kritik von Fachleuten.

Allen Beteiligten hat es sehr viel Spaß gemacht und alle haben wieder einmal etwas dazu gelernt. Und auch wenn der nächste Einsatz noch auf sich warten lässt, kann es nie schaden, gut darauf vorbereitet zu sein.